[IK OGS] Bericht vom 24.05.2014

Wir bespielen das Schicksal des Alchemistischen Ordens des Goldenen Schmelztiegels (OGS) nachdem er im Krieg um Llael zerschlagen wurde.

Unsere Zelle hat sich in Merin (Ord) angesiedelt und arbeitet daran den Orden wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen.

In der letzten Runde hat einer der Spieler einen Teil der Ereignisse aus Sicht eines NPCs festgehalten. Danke Schattenurmel!

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Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, die letzten zwei Jahre kamen mir wie eine Ewigkeit vor und ich hab schon nicht mehr daran geglaubt je wieder aus dieser Werkstatt in Kardor rauszukommen. Und heute sitze ich in Ord in einem Gasthaus und kann endlich wieder einmal
meine Gedanken niederschreiben.
Frei.
Was für ein schönes Word.

Seit dem Großen Tag sind jetzt drei Tage vergangen und ich fange jetzt erst an es wirklich zu
begreifen. Der Tag war wie jeder beliebige andere bis Nachmittags diese Händlerin und ihre
Dolmetscherin eingetroffen sind. Man hat es Luca nicht angesehen aber er war ganz aufgeregt, bevor er die Tür öffnete hat er schnell alles auf dem Tisch noch einmal zurecht gerückt und seine Kleidung zweimal glatt gestrichen.
Die Händlerin entpuppte sich als Iosan aus Ord eine schlanke Frau mit lockigen blonden Haar und mit einer Aura von Verwegenheit. Die Art wie sie mit Luca sprach und sich über meine Arbeiten erkundigte hatte was leicht herausforderndes. Ihre Dolmetscherin, klein, fast zierlich, dunkle Haare wirkte fast so als würde sie, auf jedes zu übersetzende Wort, lauern.

Die Leute die mit Luca Geschäfte machen widern mich an, also habe ich nicht weiter gelauscht sondern mich wieder um meine Arbeit gekümmert.

Nach einigen Minuten hat mich etwas am Tonfall der Händlerin aufhorchen lassen.
>>Schön, dass es noch Leute aus dem Orden gibt. Ihr habt da eine sehr gute Handwerkerin.<< Worauf die Dolmetscherin übersetzte: >>Meine Herrin meint, dass sie sich freut so, gute Arbeit zu finden.<< Nicht ganz das selbe, aber es ging noch weiter. >>Drüben in Ord bauen einige Leute den Orden wieder auf und wir könnten ein ehemaliges Mitglied gut gebrauchen. Weswegen wir nur Runenplatten und keine Endprodukte brauchen.<< Was wieder zu was anderem wurde. >>In Ord haben wir unsere eigene Fertigung wo wir dann die Runenplatten direkt verbauen werden.<< Mein Herz fing an zu pochen, konnte es sein? Mit einem Mal verließ Gregor seinen Platz an der Tür und beugte sich zu Luca hinab. Mit einem Schlag wurde es mir heiß. Ich hatte, im Austausch für ein paar Süßigkeiten, angefangen ihm Sprachunterricht zu geben. Das war wohl auch der Händlerin sofort klar. >>Wenn du hier gefangen gehalten wirst sag es mir.<< Was sollte ich tun? Mir war klar, dass das auch Gregor verstanden haben musste. Ich tat das nächst beste was mir einfiel und klopfte zweimal auf den Tisch. Worauf hin Gregors Blick zu mir herum fuhr. Plötzlich hatten alle Waffen in den Händen und es kam zu einem Tumult. Es ging alles ganz schnell. Die Händlerin kassierte zwei Treffer von Gregor bevor es der Dolmetscherin gelang Luca zu Boden zu schleudern und ihm ein Messer an die Kehle zu halten. Aber davon ließ sich Gregor nicht einschüchtern und bedrängte sie mit wuchtigen Hieben. Ich musste was tun. In meiner Panik griff ich nach dem erst besten in meiner Reichweite einen Dolch mit Lichtrunenplatte, riss die Begrenzerplatte weg und rammte einen Akku hinein. Mit einem >>Achtung<< schleuderte ich den Dolch zwischen Gregor und die Dolmetscherin, dann ging der Raum in gleißendem Licht unter.

Schritte, ein Stöhnen gefolgt von einem Poltern, dann Stille.
Als ich endlich wieder sehen konnte lag Gregor mit aufgeschnittener Kehle neben der Eingangstür
während die Dolmetscherin damit beschäftigt war die Händlerin zusammen zu flicken.

Nachdem Luca gefesselt und die Händlerin wieder aul den Beinen war, schnappte sie sich diesen und rüttelte ihn wach.
Ihre Drohungen was sie mit ihm macht wenn sich ihre Wege nochmal kreuzen oder falls er uns Probleme macht will ich gar nicht erst wiedergeben.

Der Rest verlief dann wie im Traum.
Wir eilten hinab in den Hafen wo wir ein Gardisten des Ordens trafen.
Dort versteckten wir uns an Borde eines Handelsschiffes das sofort ablegte.
Und schon am Morgen des nächsten Tages setzte ich als freie Frau meine Füße auf Ordische Erde.

Es ist eine seltsame Runde mit der ich unterwegs bin.
Der Orden war schon immer eine Gruppe interessanter Persönlichkeiten aber mit solch einem Haufen hatte ich noch nie zu tun. Eine Gunmage mit einem bösartigen Mundwerk, dann noch eine Söldnerin die ich so auch nicht mit dem Orden des goldenen Schmelztiegels in Verbindung gebracht hätte. Gäbe es da nicht noch Decklan MacBlake alten und neuen Gardisten des Ordens, wäre ich mir bis heute wohl nicht sicher ob dieser Haufen wirklich etwas mit dem Orden zu tun hat….

Ahh es geht weiter.
Mensch bin ich gespannt was mich in Merin erwartet.

Author: “Schattenurmel”

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